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Ardore. Romain Gary e Jean Seberg, una storia d’amore

Sein Name war Romain Gary, aber auch Roman Kacev, Shatan Bogat, Émile Ajar. Er wollte tausend Existenzen leben, jede mit einer seiner vielen Persönlichkeiten. Bevor er einer der größten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts wurde, war er ein aus Litauen geflohenes jüdisches Kind, ein Held des Zweiten Weltkriegs und ein Diplomat. Er war der einzige Schriftsteller in der Geschichte der Literatur, der zweimal den Goncourt-Preis gewann, und zwar dank einer Fiktion, die ihn zum Mythos machte. Er lebte sein ganzes Leben, als wäre es ein Roman. Jean Seberg war schön, zerbrechlich und voller Träume. Sie stammte aus einer abgelegenen Stadt in Iowa, wo die Tage alle gleich verliefen und das Leben eine einzige lange, gerade und eintönige Straße war. Aber sie spürte, dass sie anders war, auch wenn sie noch nicht wusste, wie. Und eines Abends entdeckte sie dies, als in der Dunkelheit des Kinosaals ein junger Marlon Brando in The Men erschien. Von diesem Moment an wusste Jean, dass einzig und allein die Schauspielerei sie glücklich machen konnte. Und, wie im Märchen, wählte sie mit siebzehn ein großer Hollywood-Regisseur unter Tausenden von Mädchen aus und machte sie zum Star. Mit zweiundzwanzig, mit Godards À bout de souffle, wurde sie zur unvergesslichen Muse der Nouvelle Vague. Aber das war Jean noch lange nicht genug. Ihr Herz schlug für die Benachteiligten dieser Erde, und ihr Kampf für Gleichberechtigung machte sie zu einer unbequemen Diva, die vom FBI verfolgt wurde. Jean und Romain waren in allem verschieden und gehörten völlig fremden Welten an, doch der erste Anblick genügte beiden, um zu erkennen, dass sie den Rest ihres Lebens miteinander verbringen wollten. Um ihre Leidenschaft voll auszuleben, setzten sie alles aufs Spiel und waren zehn Jahre lang das meist beneidete und bewunderte Paar in Paris. Dann Depression, Angst, Niedergang. Beide begehen innerhalb eines Jahres Selbstmord. Erst Jean, dann Romain. Sie waren nicht für das Glück geschaffen, auch wenn sie gemeinsam helle, vollkommene Momente erlebten und ihre Liebe, die eine ganze Epoche prägte, über Verrat, Trennungen, Krankheit und Enttäuschung hinausging. Eine Liebe, die sogar den Tod überdauerte. Dieses Buch, auf halbem Weg zwischen Biografie und Roman und bearbeitet wie ein Film, ist die Erzählung ihrer Geschichte. Eine tiefe und fesselnde Geschichte.


Anna Folli war in den 1990er Jahren Chefredakteurin von Editoriale Domus und Herausgeberin diverser Fachzeitschriften. Als Autorin von Interviews, Kultur-Reportagen und Buchbesprechungen hat sie mit führenden Tages- und Wochenzeitungen und bekannten Online-Literaturmagazinen zusammengearbeitet. Sie ist die Autorin der Sendung „I Magnifici“, die auf Radio 24 ausgestrahlt wird. Sie war Mitbegründerin und Leiterin des Literatur- und Musikfestivals „Le Corde dell’Anima“, bei dem internationale Schriftsteller und Musiker zu Gast waren.

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