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Die Autobiogrammatica, die Sie in Ihren Händen halten, ist ein überraschendes und schwindelerregendes Spiel: die Geschichte einer Existenz – einzigartig und gewöhnlich – wie die Geschichte einer Sprache. Es gibt eine geheime Verbindung zwischen den beiden gewundenen Linien, entlang derer sich unser Leben entlanghangelt: Einerseits das Erlernen des Alphabets, der Namen, des Familienlexikons, der Beleidigungen, der Witze, der Fremdsprachen, der Geheimcodes und der Poesie. Auf der anderen Seite die penetrante Liebe zu den Eltern, die Schule, die eine Reise ins Unbekannte ist, die Verführungen und Aussetzung von Freundschaft und Verlangen, die Aushandlung eines Platzes in der Welt – in einem Italien, in dem Privilegien, Vorurteile, politische und private Gewalt herrschen. Tommaso Giartosio spürt allen Verbindungen nach, die diese Doppelhelix verbinden, und weiß, dass der Einstieg in ein solches Unterfangen die Frage aufkommen lässt: Welche Buchstaben haben den Geschmack von Zucker auf unseren Lippen und woher kommt dieser Genuss? Was ist die Grundlage unserer Liebe? Welche Worte umschließen unsere Ängste?  Sprache als Ursprung des Bewusstseins und der Welt, Genealogie der Gefühle, Identität und Disidentität, Filter für den Blick, einzige Möglichkeit, dem Erlebten einen Sinn zu geben.

 

 

 


Tommaso Giartosio (1963) hat neben mehreren Essaybänden die Memoiren Doppio ritratto (Doppelportät) (Fazi 1998, Literaturpreis Bagutta Opera Prima), L’O di Roma (Das O von Rom) (Laterza 2012) und Tutto quello che non abbiamo visto (Alles, was wir nicht gesehen haben) veröffentlicht. Außerdem Un viaggio in Eritrea (Eine Reise nach Eritrea) (Einaudi 2023) und die Gedichtsammlung Come sarei felice (Wie glücklich wäre ich). Storia con padre (Geschichte mit Vater) (Einaudi 2019, Premio Napoli).

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